Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

der Natur-Top-Line GmbH Stand: 01.01.2026

1) Geltungsbereich

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge über die Lieferung von Waren sowie ggf. damit verbundene Leistungen, die ein Verbraucher oder Unternehmer (nachfolgend „Kunde“) mit der Natur-Top-Line GmbH (nachfolgend „Verkäufer“) abschließt.

1.2 Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).

1.3 Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrages in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).

1.4 Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Verkäufer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich zu.


2) Vertragsschluss

2.1 Die Darstellung der Waren und Leistungen auf der Webseite, in Katalogen, auf Messen oder in sonstigen Verkaufsunterlagen stellt kein verbindliches Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots durch den Kunden.

2.2 Der Kunde gibt ein verbindliches Vertragsangebot ab, indem er eine Bestellung über den Online-Shop, per E-Mail, telefonisch, schriftlich oder im Rahmen eines Messe- oder Vor-Ort-Auftrags abgibt.

2.3 Der Vertrag kommt zustande durch:

  • schriftliche oder textliche Auftragsbestätigung,
  • Bei persönlicher Beratung oder Bestellung im Rahmen eines Messe- oder Vor-Ort-Termins kommt der Vertrag bereits durch die verbindliche Annahme des Angebots durch den Kunden vor Ort zustande. Eine nachfolgende Auftragsbestätigung dient lediglich der Dokumentation.
  • Lieferung der Ware,
  • Beginn der Leistungserbringung,
  • Zahlungsaufforderung oder Zahlung des Kunden, 

- je nachdem, welches Ereignis zuerst eintritt.

2.4 Mit Zustandekommen des Vertrages gilt der Auftrag als verbindlich.


3) Widerrufsrecht und Rücktritt

3.1 Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen

Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen im Sinne des § 312c BGB ein Widerrufsrecht von 14 Tagen zu. Fernabsatzverträge sind insbesondere Verträge, die über den Online-Shop, per Telefon, per E-Mail oder über sonstige Fernkommunikationsmittel geschlossen werden. Die Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung des Verkäufers. 

3.2 Kein Widerrufsrecht bei Messe- und Vor-Ort-Verträgen

Ein Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen, die in den Geschäftsräumen des Verkäufers geschlossen werden. Als Geschäftsräume gelten auch Messestände, Ausstellungen oder Verkaufsveranstaltungen, sofern diese nach ihrem Erscheinungsbild als bewegliche Geschäftsräume des Verkäufers im Sinne des § 312b Abs. 2 BGB anzusehen sind und bei denen die Vertragsparteien persönlich anwesend sind. Diese Verträge gelten nicht als Fernabsatzverträge im Sinne des § 312c BGB. Verträge, die nach persönlicher Beratung oder Kontaktaufnahme, insbesondere auf Messen oder Veranstaltungen, geschlossen werden, gelten nicht als Fernabsatzverträge im Sinne des § 312c BGB, auch wenn Angebot, Auftragsbestätigung oder Vertragsannahme über elektronische Kommunikationsmittel erfolgen.

3.3 Kein Widerrufsrecht für Unternehmer

Ein Widerrufsrecht besteht nicht, wenn der Kunde bei Vertragsschluss als Unternehmer handelt.

3.4 Rücktritt / Nichtabnahme bei Messe- und Vor-Ort-Verträgen

Tritt der Kunde nach Vertragsschluss von einem auf einer Messe, Ausstellung oder bei persönlicher Anwesenheit beider Vertragsparteien geschlossenen Vertrag zurück oder nimmt die bestellte Ware bzw. Leistung ohne rechtlichen Grund nicht ab, ist der Verkäufer berechtigt, einen pauschalierten Schadensersatz in Höhe von 25% des vereinbarten Auftragswertes zu verlangen sofern der Rücktritt nicht auf einem gesetzlichen Widerrufsrecht oder gesetzlichen Rücktrittsrecht beruht.

Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass dem Verkäufer kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Dem Verkäufer bleibt der Nachweis eines höheren Schadens vorbehalten.


4) Preise und Zahlungsbedingungen

4.1 Alle Preise verstehen sich als Gesamtpreise inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist.

4.2 Zusätzlich anfallende Liefer-, Versand- oder Montagekosten werden im Auftrag oder in der Produktbeschreibung gesondert ausgewiesen.

4.3 Sofern nichts anderes vereinbart ist, sind Rechnungen sofort nach Vertragsschluss zur Zahlung fällig.


5) Liefer- und Versandbedingungen

5.1 Die Lieferung erfolgt an die vom Kunden angegebene Lieferadresse.

5.2 Sofern die Lieferung per Spedition erfolgt, geschieht diese – sofern nicht anders vereinbart – frei Bordsteinkante.

5.3 Scheitert die Zustellung aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat, trägt der Kunde die hierdurch entstehenden angemessenen Mehrkosten.

5.4 Handelt der Kunde als Unternehmer, geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware mit Übergabe an den Spediteur oder Frachtführer auf den Kunden über.

5.5 Lieferbedingungen und Mehraufwand 

Die vom Kunden im Rahmen der Auftragserteilung angegebenen Lieferbedingungen (insbesondere Zufahrt, Etagen, Stufen, Aufzüge, Tragwege, Zugangsmöglichkeiten) sind Bestandteil des Vertrages.

Weichen die tatsächlichen Gegebenheiten am Lieferort von den vom Kunden angegebenen Lieferbedingungen ab und entsteht hierdurch ein zusätzlicher Aufwand, ist der Verkäufer berechtigt, den hierdurch entstehenden Mehraufwand gesondert zu berechnen.

Dies gilt insbesondere bei:

  • nicht angegebenen Stufen,
  • fehlenden oder nicht nutzbaren Aufzügen,
  • verlängerten Tragwegen,
  • eingeschränkter Zufahrt oder
  • sonstigen erschwerenden Umständen.

Die Abrechnung erfolgt nach tatsächlichem Aufwand oder gemäß der zum Zeitpunkt der Lieferung gültigen Preisliste.


6) Eigentumsvorbehalt

Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises Eigentum des Verkäufers.


7) Mängelhaftung (Gewährleistung)

Es gelten die gesetzlichen Vorschriften zur Mängelhaftung, soweit nachfolgend nichts anderes geregelt ist.

7.1 Gegenüber Unternehmern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche ein Jahr ab Ablieferung der Ware; bei gebrauchten Waren sind Mängelansprüche ausgeschlossen.

7.2 Die vorstehenden Einschränkungen gelten nicht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Arglist oder bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.


8) Haftung

8.1 Der Verkäufer haftet uneingeschränkt bei:

  • Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit,
  • Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit,
  • zwingender gesetzlicher Haftung (z. B. Produkthaftung).

8.2 Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

8.3 Im Übrigen ist eine Haftung ausgeschlossen.


9) Anwendbares Recht

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit zwingende Verbraucherschutzvorschriften nicht entgegenstehen.


10) Gerichtsstand

Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder Unternehmer, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis der Sitz des Verkäufers.


11) Alternative Streitbeilegung

Der Verkäufer ist weder verpflichtet noch bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.